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Helmut71
02.04.2008, 11:54
gefunden auf www.noen.at (http://www.noen.at)



Umleitung nach Sperre: „Großer Schwachsinn“
KORNEUBURG / Stadtchef empört: Wer von Wien nach Korneuburg-West will, soll sieben Monate über Stockerau fahren.
VON VERONIKA LÖWENSTEIN
Fix ist: Die A 22-Abfahrt Korneuburg West muss aus Richtung Wien kommend für rund sieben Monate gesperrt werden. Schon Mitte April könnte es soweit sein.
In einem Flugblatt an alle Korneuburger Haushalte gab die mit dem S 1-Bau beauftragte Bonaventura StraßenerrichtungsgesmbH die Umleitungslösung bekannt: Wer von der A 22 ins westliche Korneuburg will, muss demnach nach Stockerau fahren, umkehren und zurück nach Korneuburg-West fahren.
In der Stadt herrscht helle Empörung: „Das ist der größte Schwachsinn, natürlich wird dann jeder durch Korneuburg fahren, denn die vorgeschlagene Umleitung bedeutet einen Umweg von 20 Kilometern“, steigt SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Peterl auf die Barrikaden. Der UVP-Bescheid würde ausdrücklich festhalten, dass im Einvernehmen mit der Stadt nach einer Alternative gesucht werden müsse.
Stadt fühlt sich durch das Flugblatt überfahren
Die Umleitung über Stockerau sei aber in keinster Weise mit der Stadtgemeinde akkordiert. „So geht das nicht“, protestiert Peterl. Mit dem Flugblatt fühlt sich die Stadt vollkommen überfahren, es habe noch nicht einmal eine Verkehrsverhandlung gegeben, betont der Stadtchef. In der Gemeinderatssitzung diesen Montag wird die SPÖ daher einen Dringlichkeitsantrag gegen die Umleitungspläne einbringen.
Der Bau-Projektleiter DI Arno Piko versucht zu beschwichtigen: „Es ist noch nichts fix. Für Mittwoch ist ein Verfahren mit allen Parteien anberaumt.“ Piko hält die vorgeschlagene Umleitung „ideal für Korneuburg“, da die PKWs über die Autobahn und nicht durch die Stadt geführt werden. „Das ist sicher die schnellere Variante, als sich durch Korneuburg durchzustauen“, gibt Piko zu bedenken.
Der UVP-Bescheid würde vorschreiben, die Verträglichkeit nachzuweisen und die Bevölkerung zu informieren. „Diese Kriterien haben wir erfüllt“, sagt er.