Grizzly
04.09.2010, 21:54
Interessante Einblicke in die vor-industrielle Geschichte des Weinviertels könnten die einstmals zahlreichen Mühlen an unseren Bächen und Flüssen bieten. Leider wissen oft nicht einmal mehr Einheimische von der Existenz einer Mühle in ihrem Ort. Einige wurden von Privaten erworben, zum kleineren Teil renoviert, zum größeren zu Wohnzwecken umgebaut, einige befinden sich in sehr desolatem Zustand, die meisten sind überhaupt verschwunden. Vielleicht kann das Forum hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Für Hinweise bin ich sehr dankbar.
Hier ein erster Beitrag aus dem Raum Poysdorf.
Von der heute verschwundenen Ortschaft Maxendorf (Mechsendorf), die zwischen Poysdorf und Walterskirchen lag, ist lediglich eine Mühle nahe Ketzelsdorf übrig geblieben, die von den Wassern des Poybachs betrieben wurde, die so genannte Schwayermühle.
In einem Stiftsbrief aus dem Jahr 1596 wird erstmals urkundlich eine „mul zw massindorf“ als dem Stift Klosterneuburg gehörend erwähnt.
Überliefert ist eine Mühle mit zwei Gängen, von denen einer nur nach der Schneeschmelze bzw. mit Regenwasser betrieben wurde. Die Mühle besaß weiters noch „einen öden Fischhalter, einen Keller, einen Ablassgraben, einen Stadel sowie Baum-, Gras- und Kuchlgarten“.
Nach dem Urbar von 1596 gehörte die Feldmühle zur Herrschaft Wilfersdorf und hatte den Namen „Kattermühle“. Als weitere Mühlenbesitzer sind Rötzel (1753), Pinsker (1831) und Schwayer (1846) überliefert. Nach Letzterem wird die Mühle heute noch benannt.
Der Antransport des Mahlgutes und der Abtransport des Mehles erfolgten über die Verbindungsstraße zwischen Poysdorf und Walterskirchen, die früher an der Mühle vorbei führte.
Heute wird die Mühle bewohnt und dient als Geflügelstall. Sie befindet sich, zumindest von außen betrachtet, leider in einem sehr schlechten Zustand.
(griz-)
Quelle: Schautafel „Maxendorf“.
http://www.weinviertel.net/picture.php?albumid=175&pictureid=2016&thumb=1 (http://www.weinviertel.net/album.php?albumid=175&pictureid=2016)
Die Schwayermühle zwischen Poysdorf und Walterskirchen. Bild: Misako Yamamoto
Hier ein erster Beitrag aus dem Raum Poysdorf.
Von der heute verschwundenen Ortschaft Maxendorf (Mechsendorf), die zwischen Poysdorf und Walterskirchen lag, ist lediglich eine Mühle nahe Ketzelsdorf übrig geblieben, die von den Wassern des Poybachs betrieben wurde, die so genannte Schwayermühle.
In einem Stiftsbrief aus dem Jahr 1596 wird erstmals urkundlich eine „mul zw massindorf“ als dem Stift Klosterneuburg gehörend erwähnt.
Überliefert ist eine Mühle mit zwei Gängen, von denen einer nur nach der Schneeschmelze bzw. mit Regenwasser betrieben wurde. Die Mühle besaß weiters noch „einen öden Fischhalter, einen Keller, einen Ablassgraben, einen Stadel sowie Baum-, Gras- und Kuchlgarten“.
Nach dem Urbar von 1596 gehörte die Feldmühle zur Herrschaft Wilfersdorf und hatte den Namen „Kattermühle“. Als weitere Mühlenbesitzer sind Rötzel (1753), Pinsker (1831) und Schwayer (1846) überliefert. Nach Letzterem wird die Mühle heute noch benannt.
Der Antransport des Mahlgutes und der Abtransport des Mehles erfolgten über die Verbindungsstraße zwischen Poysdorf und Walterskirchen, die früher an der Mühle vorbei führte.
Heute wird die Mühle bewohnt und dient als Geflügelstall. Sie befindet sich, zumindest von außen betrachtet, leider in einem sehr schlechten Zustand.
(griz-)
Quelle: Schautafel „Maxendorf“.
http://www.weinviertel.net/picture.php?albumid=175&pictureid=2016&thumb=1 (http://www.weinviertel.net/album.php?albumid=175&pictureid=2016)
Die Schwayermühle zwischen Poysdorf und Walterskirchen. Bild: Misako Yamamoto