juergen.schuster
21.01.2010, 11:56
http://noen.at/redaktion/n-wei/article.asp?Text=321768&cat=345
Quelle NÖN : Knalleffekt bei den Mistelbacher Oppositionsparteien: Die Grünen werden bei der kommenden Gemeinderatswahl am 14. März nicht mehr als eigene Liste kandidieren, sondern gemeinsam mit der Bürgerliste „Liste aktiver Bürger“ LaB unter eben diesem Namen antreten.
Hintergrund dürften die Probleme der Grünen sein, Kandidaten für die eigene Wahlliste zu finden.
Bei der LaB ist man über die Blutauffrischung erfreut und sieht nichts Ungewöhnliches dahinter: „Wir sind eine Interessensgemeinschaft, schon bisher haben sich Mitglieder anderer Parteien aktiv an der Arbeit der LaB beteiligt!“, meint Anita Brandstetter, Obfrau der LaB. Die Zusammenarbeit mit den Grünen sei bereits erprobt: In der Bürgerinitiative Brennnessel gegen die Mistelbacher Umfahrung habe man schon konstruktiv und kreativ zusammengearbeitet.
„Durch die Mitarbeit weiterer Personen verstärkten wir die Bürgerliste und erweiterten ihre Kompetenzen!“, meint Brandstetter, damit könnte im Sinne der Bürger noch besser Kontrolle ausgeübt und aktive Gemeindepolitik betrieben werden. „Wir gehen politisch gereift und motiviert in die neue Legislaturperiode!“, kündigt Brandstetter an.
„Die Grünen hören ja nicht auf zu existieren“, stellt Martina Pürkl, bisher Grün-Gemeinderätin, klar: „Wir werden nur in einer Gruppe sitzen, die dann größer ist, als zwei kleine Fraktionen. Es kann schon sein, dass wir bei Aktionen als Grüne auftreten. Außerdem gibt es bei uns keinen Clubzwang!“
Sie bleibe auch weiterhin stellvertretende Bezirkssprecherin der Grünen. Dass mit der Kandidatur unter dem Dach der LaB die Grünen nach 15 Jahren als Fraktion aus der Mistelbacher Stadtpolitik verschwinden, ist für sie kein Problem: „Es geht um Sach- und nicht um Parteipolitik!“
Sie will aber nicht ausschließen, dass die Landespartei versuchen wird, in Mistelbach eine eigene Gruppe zu installieren.
Personelle Probleme stellt Pürkl nicht in Abrede, auch wenn eine eigene Liste schon machbar gewesen wäre: „Wer tut sich denn das schon an. Da brauchst ja einen guten Magen bisher!“, kommentiert sie den eben nicht gerade feinen Umgang mit der Opposition in Mistelbach.
Bei den großen Parteien beginnt man bereits zu rechnen, wie sich diese neue Allianz auswirken könnte. Denn geht man vom Wahlergebnis 2005 aus, so hätten LaB-Grüne sogar ein Mandat gewonnen: Denn die Bürgerliste hatte damals ihr viertes Mandat nur knapp verpasst, mit dem geringen Überhang der Grünen wäre das das sechste Grün-Lab-Mandat.
Quelle NÖN : Knalleffekt bei den Mistelbacher Oppositionsparteien: Die Grünen werden bei der kommenden Gemeinderatswahl am 14. März nicht mehr als eigene Liste kandidieren, sondern gemeinsam mit der Bürgerliste „Liste aktiver Bürger“ LaB unter eben diesem Namen antreten.
Hintergrund dürften die Probleme der Grünen sein, Kandidaten für die eigene Wahlliste zu finden.
Bei der LaB ist man über die Blutauffrischung erfreut und sieht nichts Ungewöhnliches dahinter: „Wir sind eine Interessensgemeinschaft, schon bisher haben sich Mitglieder anderer Parteien aktiv an der Arbeit der LaB beteiligt!“, meint Anita Brandstetter, Obfrau der LaB. Die Zusammenarbeit mit den Grünen sei bereits erprobt: In der Bürgerinitiative Brennnessel gegen die Mistelbacher Umfahrung habe man schon konstruktiv und kreativ zusammengearbeitet.
„Durch die Mitarbeit weiterer Personen verstärkten wir die Bürgerliste und erweiterten ihre Kompetenzen!“, meint Brandstetter, damit könnte im Sinne der Bürger noch besser Kontrolle ausgeübt und aktive Gemeindepolitik betrieben werden. „Wir gehen politisch gereift und motiviert in die neue Legislaturperiode!“, kündigt Brandstetter an.
„Die Grünen hören ja nicht auf zu existieren“, stellt Martina Pürkl, bisher Grün-Gemeinderätin, klar: „Wir werden nur in einer Gruppe sitzen, die dann größer ist, als zwei kleine Fraktionen. Es kann schon sein, dass wir bei Aktionen als Grüne auftreten. Außerdem gibt es bei uns keinen Clubzwang!“
Sie bleibe auch weiterhin stellvertretende Bezirkssprecherin der Grünen. Dass mit der Kandidatur unter dem Dach der LaB die Grünen nach 15 Jahren als Fraktion aus der Mistelbacher Stadtpolitik verschwinden, ist für sie kein Problem: „Es geht um Sach- und nicht um Parteipolitik!“
Sie will aber nicht ausschließen, dass die Landespartei versuchen wird, in Mistelbach eine eigene Gruppe zu installieren.
Personelle Probleme stellt Pürkl nicht in Abrede, auch wenn eine eigene Liste schon machbar gewesen wäre: „Wer tut sich denn das schon an. Da brauchst ja einen guten Magen bisher!“, kommentiert sie den eben nicht gerade feinen Umgang mit der Opposition in Mistelbach.
Bei den großen Parteien beginnt man bereits zu rechnen, wie sich diese neue Allianz auswirken könnte. Denn geht man vom Wahlergebnis 2005 aus, so hätten LaB-Grüne sogar ein Mandat gewonnen: Denn die Bürgerliste hatte damals ihr viertes Mandat nur knapp verpasst, mit dem geringen Überhang der Grünen wäre das das sechste Grün-Lab-Mandat.