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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Darf es etwas „menscheln" bei der Hundeerziehung?



*NiMi*
18.03.2008, 10:57
Bereits im Vorjahr veröffentlichte die Zeitschrift WUFF eine Art "Psychotest"zum Thema Darf es etwas „menscheln" bei der Hundeerziehung?

Bei diesem Test sollte Frauli und/oder Herrli aus dem Bauch heraus ihre/seine Antworten geben - es gibt keine falschen bzw. richtigen Antworten.

1. Jahrelang hat Wuffi pünktlich und brav seinen Napf geleert. Seit Neuestem aber rümpft er die Nase über seiner Portion und lässt sie bisweilen – obwohl das Tier sich bester Gesundheit zu erfreuen scheint – sogar stehen. Sie denken:
a) Zeit, etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bringen.
b) Gegessen wird, was in den Napf kommt.
c) Wuffi ist gescheit und verfügt über ein natürliches Sättigungsgefühl.
d) Der Hund muss mehr „geschliffen" werden.

2. Das Bett ist eine großartige menschliche Erfindung. Warum in Gottes Namen dürfen nicht auch die Tiere (Hunde) davon profitieren?
a) Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht.
b) Weil es in den meisten Fällen unzweckmäßig wäre.
c) Ein menschliches, ebenbürtiges Bett für Wuffi würde die Rangordnung manipulieren.
d) Der Hund würde verweichlichen.

3. Rex hat eine Riesenfreude, wenn Sie nach ein paar Stunden wieder nach Hause kommen, und möchte Sie am liebsten von Kopf bis Fuß abschlecken. Oder ist das nicht ein Zeichen seiner Freude?
a) Nein, lieber Herr Test-Autor, das Tier spekuliert in Wahrheit auf Futter.
b) Doch, es kann seine Freude nur nicht anders ausdrücken.
c) Vielleicht beides: Es hat mich „zum Fressen gern".
d) So oder so: Das ist eine Unart.

4. Buddha, der indische Erleuchtete, lehrte die Alleinheit alles Lebendigen bzw. des Universums. Was könnte er damit gemeint haben?
a) Dass es keine Anti-Materie gibt.
b) Leben befindet sich in permanentem Stoffwechsel.
c) Dass auch ich ein Hund bin.
d) Liebe alles Lebendige wie dich selbst.

5. Manche (Verhaltensforscher) behaupten schon seit langer Zeit: Hunde verstehen von unserer Sprache – auch wenn wir einzelne Begriffe tausendmal vorkauen – so gut wie gar nichts. Das …
a) kann nur ein völlig herzloser Mensch behaupten.
b) würde ja bedeuten, dass ich meine Kommandos umsonst brülle.
c) kann ich mir sehr gut vorstellen.
d) ändert nichts daran, dass wir uns sehr gut verstehen.

6. „Hier!" ruft das liebe Herrchen, doch der süße Goldie legt sich nur auf den Bauch und streckt ihm die Nase entgegen. Was für einen Tipp hätten Sie für unseren Hundebesitzer parat?
a) Tun Sie dem Tier nichts! Das ist ein Beschwichtigungssignal!
b) Vielleicht hat der Hund ein anderes, wichtiges Interesse … Sacki fürs Gacki dabei?
c) Holen Sie ihn an den Ohren. Beschwichtigung hin, Beschwichtigung her.
d) Das ist ein Goldie, kein Rex. Was erwarten Sie von ihm?

7. Worauf sollte Ihres Erachtens bei der Hundehaltung, nebst Erlernen gewisser Grundregeln, vor allem geachtet werden? Dass …
a) der Hund noch Hund bleiben darf.
b) keine Alpha-Wolf-Manieren einreißen.
c) er sich als ein vollwertiges Familienmitglied fühlen kann.
d) regelmäßig seine Zähne geputzt werden.


Das Ergebnis
Was für ein Hunde-Mensch bist Du?
Was erwartest Du Dir von Deinem besten Freund?
Addiere die Punkteanzahl und lese Dein für Dich zutreffendes Ergebnis.



Frage 1:
a) 6
b) 3
c) 9
d) 0

Frage 2:
a) 9
b) 6
c) 0
d) 3

Frage 3:
a) 3
b) 9
c) 6
d) 0


Frage 4:


a) 3
b) 6
c) 0
d) 9


Frage 5:
a) 0
b) 3
c) 6
d) 9

Frage 6:
a) 9
b) 6
c) 3
d) 0

Frage 7:
a) 6
b) 3
c) 9
d) 0


Neugierig geworden? Lese im Anschluss Dein Ergebnis ...

*NiMi*
18.03.2008, 11:42
0–21 Punkte
Der Mensch ist für Sie das Maß aller Dinge. Das ist mit „menscheln" aber nicht unbedingt gemeint. Regeln, die für uns gelten, sind deshalb noch nicht ein Ziel fürs Tierreich.
Vor allem in unserer verordnungssüchtigen, paragraphenfanatischen Zeit besteht die Gefahr, Vorstellungen der Disziplin, Moral, Hygiene etc., die wir oft selber kaum noch einzuhalten imstande sind, auf unsere vierbeinigen Freunde zu übertragen. Wenn Sie es also etwas menscheln lassen wollen, fangen Sie bei Ihren eigenen Schwächen an, ehe Sie den Maßstab bei Wuffi anlegen.

22–42 Punkte
Dank Ihrer rationalen Fähigkeiten liegen Ihnen falsche, zu hohe Erwartungen von Wuffis Spezies fern. Toll, was für ein liebes Herz er hat und was er alles lernen kann! Aber ein Hund ist ein Hund und soll auch einer bleiben. Was wir an ihm ja oft so erstaunlich finden, sind seine instinktiven Fähigkeiten, nicht sein Abstraktionsvermögen. Indem Sie dem Tier – im Rahmen einer soliden Erziehung – möglichst viel Freiheit lassen, erhalten Sie ihm auch seine spezifische Intelligenz. Das ist es, was Wuffi mit Freude bei Ihnen als „menscheln" diagnostiziert – bzw. wittert.

43–63 Punkte
Es menschelt ordentlich bei Ihnen, es „übermenschelt" fast – auf sehr liebenswürdige Weise. Alles Gescheite und Gute, das Sie im Menschen suchen und sehen, suchen Sie auch in Wuffi. Unvorstellbar, dass er ein Aasfresser ist, und wenn er sich behaglich in Mist wälzt, so kann das wohl nur eine momentane „Verirrung" sein. Er würde auch bestimmt von einem Deutsch-Kurs profitieren, und niemals, niemals(!) denkt er daran, etwa ein Entlein zu jagen … „WUFF", macht da Ihr bester Freund, „lerne mich etwas genauer im gleichnamigen Magazin kennen, liebes Herrchen."