Helmut71
12.03.2008, 11:43
Wie die NÖN (exklusiv vor allen anderen Medien) berichtete, hat die SPÖ NÖ nach dem Wahldebakel reagiert und einen neuen Obmann gefunden.
Einen Tag nach dem Debakel bei der NÖ Landtagswahl hat die niederösterreichische SPÖ am Montag personelle Konsequenzen gezogen:
Heidemaria Onodi (50) gab dem in der Parteizentrale in St. Pölten zusammengetretenen Landesparteivorstand erwartungsgemäß ihren Rücktritt bekannt. Landesgeschäftsführer Josef Leitner (36) folgt ihr als Landesparteichef nach und soll auch ihre Funktion in der Landesregierung - als Landeshauptmann-Stellvertreter - übernehmen. Dieser Beschluss fiel am Montagabend einstimmig.
ür einen akzentuierten, sachorientierten Kurs, den er verstärken werde, sagte Leitner. Er habe nicht nur das Vertrauen des Präsidiums und des Vorstandes, sondern auch die Unterstützung von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der die Sitzung gegen 18.30 Uhr verlassen hatte.
Später wurde bekannt, dass Onodi bereits gegen 16.00 Uhr ihren Rücktritt angeboten hatte. (NÖN Online hatte berichtet). Zweieinhalb Stunden später machte sie es offiziell.
Leitner: "Das Haus neu bestellen"
Die SPNÖ werde nun "das Haus neu bestellen", auch "neue Köpfe" seien möglich, so Leitner. Es gelte, vom Klub bis zu den Führungspositionen alles abzustimmen.
Zum Wahlsonntag in Niederösterreich merkte Leitner an, dass die SPÖ schon "viele Siege" gefeiert, gestern jedoch "verloren" habe. Die Sozialdemokratie sei eine gute, solidarische Familie.
Der designierte Landeschef kündigte an, auch in der Bundespolitik aktiv mitarbeiten und Gusenbauer "noch besser unterstützen" zu wollen. Er und der Kanzler würden einander "lange" kennen, zumal sie aus Nachbargemeinden - Wieselburg und Ybbs - stammen.
Was die Situation im Bund angeht, machte der studierte Betriebswirt klar, gegen eine Neuwahl zu sein. Die Parole habe "arbeiten" zu lauten.
Zu weiteren Personalentscheidungen in der SPNÖ wollte Leitner vorerst nicht Stellung nehmen. Am Montag sei die Position des Vorsitzenden zur Disposition gestanden. Ein Landesparteitag sei ebenfalls "noch nicht terminisiert".
Onodi machte ihren Rücktritt während einer Unterbrechung des Vorstandes nach knapp fünfeinhalb Stunden Sitzungsdauer offiziell. Sie bezeichnete die NÖ-Wahl vom Sonntag einmal mehr als "mein Match" und "meine Verantwortung".
Gusenbauer hatte die Wahlkampf-Analyse im Vorstand als "sehr solidarische, sehr gute Diskussion" dargestellt. Zum Resultat vom Sonntag in NÖ hätten "viele Gründe zusammengewirkt", die sich "sehr unangenehm ausgewirkt" hätten. Nach dem "traurigen" Ergebnis könne man "nicht zur Tagesordnung übergehen".
Die Bestellung von Josef Leitner zum Nachfolger von Heidemaria Onodi als Chef der NÖ Sozialdemokraten ist in den Reihen der Landespartei durchwegs sehr positiv kommentiert worden. Es habe sich um eine "klare Entscheidung" gehandelt, lautete nur eine der Reaktionen.
Kadenbach: "Zeichen der Reife der Partei"
Landesrätin Karin Kadenbach, unmittelbare Vorgängerin Leitners als Landesgeschäftsführerin, sprach von einem "Zeichen der Reife der Partei". Es gebe nun "gute Voraussetzungen, die Krise (nach der Schlappe bei der NÖ-Wahl am Sonntag) auch als Wendepunkt zu sehen". Für Staatssekretärin Christa Kranzl - stellvertretende SPNÖ-Chefin, der selbst wiederholt Ambitionen auf den Vorsitz nachgesagt worden waren - ist die "Erneuerung geglückt". Leitner sei gleichermaßen "jung" wie "dynamisch".
Es handle sich um eine "hervorragende Entscheidung", sagte Landesrat Emil Schabl. Er kündigte seine "vollste Unterstützung" für den "Top-Mann" an. Wer neben Leitner, der auch designierter Landeshauptmann-Stellvertreter ist, in die Landesregierung einziehen wird (die SPNÖ hat einen ihrer bisherigen drei Sitze verloren), sei die "Entscheidung des Vorsitzenden", meinten Schabl und auch Kadenbach.
Onodi: "Junger, dynamischer Mensch".
Von Heidemaria Onodi gab es ebenfalls nur Lob für den Nachfolger. Leitner sei "einstimmig" bestellt, habe "wesentliche Fähigkeiten" und sei ein "junger, dynamischer Mensch".
Quelle: NÖN
Einen Tag nach dem Debakel bei der NÖ Landtagswahl hat die niederösterreichische SPÖ am Montag personelle Konsequenzen gezogen:
Heidemaria Onodi (50) gab dem in der Parteizentrale in St. Pölten zusammengetretenen Landesparteivorstand erwartungsgemäß ihren Rücktritt bekannt. Landesgeschäftsführer Josef Leitner (36) folgt ihr als Landesparteichef nach und soll auch ihre Funktion in der Landesregierung - als Landeshauptmann-Stellvertreter - übernehmen. Dieser Beschluss fiel am Montagabend einstimmig.
ür einen akzentuierten, sachorientierten Kurs, den er verstärken werde, sagte Leitner. Er habe nicht nur das Vertrauen des Präsidiums und des Vorstandes, sondern auch die Unterstützung von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der die Sitzung gegen 18.30 Uhr verlassen hatte.
Später wurde bekannt, dass Onodi bereits gegen 16.00 Uhr ihren Rücktritt angeboten hatte. (NÖN Online hatte berichtet). Zweieinhalb Stunden später machte sie es offiziell.
Leitner: "Das Haus neu bestellen"
Die SPNÖ werde nun "das Haus neu bestellen", auch "neue Köpfe" seien möglich, so Leitner. Es gelte, vom Klub bis zu den Führungspositionen alles abzustimmen.
Zum Wahlsonntag in Niederösterreich merkte Leitner an, dass die SPÖ schon "viele Siege" gefeiert, gestern jedoch "verloren" habe. Die Sozialdemokratie sei eine gute, solidarische Familie.
Der designierte Landeschef kündigte an, auch in der Bundespolitik aktiv mitarbeiten und Gusenbauer "noch besser unterstützen" zu wollen. Er und der Kanzler würden einander "lange" kennen, zumal sie aus Nachbargemeinden - Wieselburg und Ybbs - stammen.
Was die Situation im Bund angeht, machte der studierte Betriebswirt klar, gegen eine Neuwahl zu sein. Die Parole habe "arbeiten" zu lauten.
Zu weiteren Personalentscheidungen in der SPNÖ wollte Leitner vorerst nicht Stellung nehmen. Am Montag sei die Position des Vorsitzenden zur Disposition gestanden. Ein Landesparteitag sei ebenfalls "noch nicht terminisiert".
Onodi machte ihren Rücktritt während einer Unterbrechung des Vorstandes nach knapp fünfeinhalb Stunden Sitzungsdauer offiziell. Sie bezeichnete die NÖ-Wahl vom Sonntag einmal mehr als "mein Match" und "meine Verantwortung".
Gusenbauer hatte die Wahlkampf-Analyse im Vorstand als "sehr solidarische, sehr gute Diskussion" dargestellt. Zum Resultat vom Sonntag in NÖ hätten "viele Gründe zusammengewirkt", die sich "sehr unangenehm ausgewirkt" hätten. Nach dem "traurigen" Ergebnis könne man "nicht zur Tagesordnung übergehen".
Die Bestellung von Josef Leitner zum Nachfolger von Heidemaria Onodi als Chef der NÖ Sozialdemokraten ist in den Reihen der Landespartei durchwegs sehr positiv kommentiert worden. Es habe sich um eine "klare Entscheidung" gehandelt, lautete nur eine der Reaktionen.
Kadenbach: "Zeichen der Reife der Partei"
Landesrätin Karin Kadenbach, unmittelbare Vorgängerin Leitners als Landesgeschäftsführerin, sprach von einem "Zeichen der Reife der Partei". Es gebe nun "gute Voraussetzungen, die Krise (nach der Schlappe bei der NÖ-Wahl am Sonntag) auch als Wendepunkt zu sehen". Für Staatssekretärin Christa Kranzl - stellvertretende SPNÖ-Chefin, der selbst wiederholt Ambitionen auf den Vorsitz nachgesagt worden waren - ist die "Erneuerung geglückt". Leitner sei gleichermaßen "jung" wie "dynamisch".
Es handle sich um eine "hervorragende Entscheidung", sagte Landesrat Emil Schabl. Er kündigte seine "vollste Unterstützung" für den "Top-Mann" an. Wer neben Leitner, der auch designierter Landeshauptmann-Stellvertreter ist, in die Landesregierung einziehen wird (die SPNÖ hat einen ihrer bisherigen drei Sitze verloren), sei die "Entscheidung des Vorsitzenden", meinten Schabl und auch Kadenbach.
Onodi: "Junger, dynamischer Mensch".
Von Heidemaria Onodi gab es ebenfalls nur Lob für den Nachfolger. Leitner sei "einstimmig" bestellt, habe "wesentliche Fähigkeiten" und sei ein "junger, dynamischer Mensch".
Quelle: NÖN