Charlemagne
26.11.2009, 07:26
HOLLABRUNN / Stadtarchäologen um Gerhard Hasenhündl untersuchten vermeintliche Kreisgräben im Westen der Stadt.
„Je länger ich nachdenke, umso mehr wird mir bewusst: Hollabrunn hat eine Bronzezeit-Burg!“ Mag. Gerhard Hasenhündl, Hobby-Archäologe, Gym-Professor und Engagierter im Hollabrunner Museumsverein, ist begeistert.
Es war bereits im Jahr 2006, als Hasenhündl mit einem Luftbild von Institut für Ur- und Frühgeschichte der Uni Wien konfrontiert wurde. Darauf zu sehen: ein zweifacher Kreisgraben am Westrand von Hollabrunn, am sogenannten Schipal-Berg, hochgelegen über dem Runzenbach nahe der Gemeindegrenze zu Oberfellabrunn. „Vor 4.000 Jahren hätte man einen herrlichen Ausblick auf die noch nicht vorhandene Stadt Hollabrunn und die umliegenden Gemeinden gehabt“, strahlt Hasenhündl.
„Gräben umschlossen eine weiträumige Siedlung“
Anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums nahm sich die Archäologische Abteilung des Hollabrunner Museumsvereins „Alte Hofmühle“ nun das Projekt zur Brust. Durch einen 25 Meter langen Suchschnitt mitten am weiten Feld kam die Wahrheit ans Tageslicht: Es handelt sich um zwei breite Sohlegräben.
Experte und Grabungsleiter Hasenhündl klärt auf: „Der ältere, äußere Graben stammt aus der mittleren Jungsteinzeit (4.500 v. Chr.); der jüngere, innere aus der frühen (2.000 v. Chr.) und mittleren Bronzezeit (1.500 v. Chr.). Er weist zwei deutliche Benutzungshorizonte auf.“
Die Hollabrunner Stadtarchäologen sind sicher: Beide Gräben umschlossen einst den sichersten Punkt einer weiträumigen Siedlung, die mehrmals im Verlauf der Urgeschichte auf einem ideal gelegenen Höhenrücken über dem Runzenbach errichtet worden war.
„Vor allem der fünf Meter breite bronzezeitliche Sohlegraben deutet auf eine wehrhafte, burgähnliche Verteidigungsanlage oder auf einen Herrensitz hin“, erklärt Hasenhündl. Kurzum: „Hollabrunn hat einen uralten, wunderschön gelegenen, bronzezeitlichen Burgberg.“
Schon um 1900 kamen die ältesten Funde aus diesem Bereich von „Oberhollabrunn“ in das Hollabrunner Stadtmuseum (Sammlung Ruprecht), da hier vor langer Zeit im Ziegelofen Schipal Lehm abgestochen wurde. „Durch die neuesten Grabungsergebnisse wurde aus dem Schipal-Burg nun eine uralte, sichere Schipal-Burg“, frohlockt Hasenhündl und genießt den herrlichen Ausblick von Hollabrunn im Osten über den Haberg im Süden bis nach Oberfellabrunn im Westen.
Nur durch die Mithilfe zahlreicher altbewährter und erfahrener Grabungshelfer aus dem Museumsverein konnte dieses Forschungsprojekt im Oktober und November durchgeführt werden, so Hasenhündl. Franz Baumgartner, Ingrid und Siegfried Csukovits, Arno Klien, Franz Panholzer, Andreas und Gerald Patschka und Schweinberger standen ihm zur Seite. Und auch Grundbesitzer Ernst Scheuer aus Oberfellabrunn zeigte sich verständnisvoll und interessiert: „Er hat uns die herbstliche Grünbrache sogar als beste Zeit für eine Grabung empfohlen!“
quelle nön
„Je länger ich nachdenke, umso mehr wird mir bewusst: Hollabrunn hat eine Bronzezeit-Burg!“ Mag. Gerhard Hasenhündl, Hobby-Archäologe, Gym-Professor und Engagierter im Hollabrunner Museumsverein, ist begeistert.
Es war bereits im Jahr 2006, als Hasenhündl mit einem Luftbild von Institut für Ur- und Frühgeschichte der Uni Wien konfrontiert wurde. Darauf zu sehen: ein zweifacher Kreisgraben am Westrand von Hollabrunn, am sogenannten Schipal-Berg, hochgelegen über dem Runzenbach nahe der Gemeindegrenze zu Oberfellabrunn. „Vor 4.000 Jahren hätte man einen herrlichen Ausblick auf die noch nicht vorhandene Stadt Hollabrunn und die umliegenden Gemeinden gehabt“, strahlt Hasenhündl.
„Gräben umschlossen eine weiträumige Siedlung“
Anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums nahm sich die Archäologische Abteilung des Hollabrunner Museumsvereins „Alte Hofmühle“ nun das Projekt zur Brust. Durch einen 25 Meter langen Suchschnitt mitten am weiten Feld kam die Wahrheit ans Tageslicht: Es handelt sich um zwei breite Sohlegräben.
Experte und Grabungsleiter Hasenhündl klärt auf: „Der ältere, äußere Graben stammt aus der mittleren Jungsteinzeit (4.500 v. Chr.); der jüngere, innere aus der frühen (2.000 v. Chr.) und mittleren Bronzezeit (1.500 v. Chr.). Er weist zwei deutliche Benutzungshorizonte auf.“
Die Hollabrunner Stadtarchäologen sind sicher: Beide Gräben umschlossen einst den sichersten Punkt einer weiträumigen Siedlung, die mehrmals im Verlauf der Urgeschichte auf einem ideal gelegenen Höhenrücken über dem Runzenbach errichtet worden war.
„Vor allem der fünf Meter breite bronzezeitliche Sohlegraben deutet auf eine wehrhafte, burgähnliche Verteidigungsanlage oder auf einen Herrensitz hin“, erklärt Hasenhündl. Kurzum: „Hollabrunn hat einen uralten, wunderschön gelegenen, bronzezeitlichen Burgberg.“
Schon um 1900 kamen die ältesten Funde aus diesem Bereich von „Oberhollabrunn“ in das Hollabrunner Stadtmuseum (Sammlung Ruprecht), da hier vor langer Zeit im Ziegelofen Schipal Lehm abgestochen wurde. „Durch die neuesten Grabungsergebnisse wurde aus dem Schipal-Burg nun eine uralte, sichere Schipal-Burg“, frohlockt Hasenhündl und genießt den herrlichen Ausblick von Hollabrunn im Osten über den Haberg im Süden bis nach Oberfellabrunn im Westen.
Nur durch die Mithilfe zahlreicher altbewährter und erfahrener Grabungshelfer aus dem Museumsverein konnte dieses Forschungsprojekt im Oktober und November durchgeführt werden, so Hasenhündl. Franz Baumgartner, Ingrid und Siegfried Csukovits, Arno Klien, Franz Panholzer, Andreas und Gerald Patschka und Schweinberger standen ihm zur Seite. Und auch Grundbesitzer Ernst Scheuer aus Oberfellabrunn zeigte sich verständnisvoll und interessiert: „Er hat uns die herbstliche Grünbrache sogar als beste Zeit für eine Grabung empfohlen!“
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