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Helmut71
10.10.2009, 10:58
Umfrage zum Thema ÖBB

final232
10.10.2009, 15:45
öbb ist super!!!!!!

Sonnenschein
10.10.2009, 16:45
Meinst Du das ernst? Jeden Tag verspätungen in der Früh und am Abend, Kurzzüge um 16 Uhr beim heimfahren, die Menschen stehen von Wien bis Wolkersdorf.
Ich denke die Bahn legt keinen Wert auf uns Pendler oder glaubst Du, dass es besser wird????
LG

Markus W
10.10.2009, 17:46
Die ÖBB waren super ... bis zur Vorbereitung der (sinnlosen) Privatisierung.
Die damit verbundenen Einsparungen verursachen nicht nur die pendlerfeindliche Verdünnung der Netze, die Sicherheit scheint auch zu leiden.
http://derstandard.at/fs/1254310999023/Wien-14-Verletzte-bei-schwerem-Zugunglueck-in-Wien


Wien - Waren es in den vergangenen Wochen die Verspätungen und technischen Mängel, die die Benutzer der Wiener Schnellbahn getroffen haben, wurde es am Freitagmittag wirklich ernst. Bei einem schweren Zugunglück wurden 14 Menschen verletzt, darunter auch einer der Lokführer, der mit dem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen werden musste.
Man kann nur hoffen, dass es nicht so schlimm wird wie in Grossbritannien.
http://www.stoppgats.at/0300/0301.php?artikel_id=99&kategorie_id=40


Seit der Privatisierung der maroden britischen Bahn gab es sechs schwere Unfälle mit insgesamt 60 Toten, deutlich mehr als vorher. Dies hatte die Kritik beflügelt, wonach bei der Privatisierung Sicherheit dem Profit geopfert werde. Die privaten Firmen seien ihren Aktionären verpflichtet gewesen und hätten bei Investitionen gespart.
http://www.stoppgats.at/0200/0201.php?kategorie_id=25 (http://www.stoppgats.at/0200/0201.php?kategorie_id=25)
http://www.stoppgats.at/0200/0201.php?kategorie_id=17&artikel_id=278 (http://www.stoppgats.at/0200/0201.php?kategorie_id=17&artikel_id=278)

kletzi
10.10.2009, 19:03
Ich sag mal es ist gut das es die ÖBB gibt, denn sonst würden viele Schüler & Studenten keinen Weg zu bestimmten Ausbildungsplätzen finden. Verspätungen sind auch noch verkraftbar nur die ÖBB treibt manches auf die Spitze und jetzt in den großen Jahren der Modernisierung und der Kriese rückt die ÖBB in ein anderes Licht. Ich bin froh das es sie gibt, jedoch bemerke ich selber wie jeder Tag schon einzigartig wird. Früher stieg man ein und wieder aus. Heutzutage erlebt man Geschichten & Sachen auf der Fahrt das hätte man früher nie geglaubt.

Noch zum Standard Artikel bezüglich des Unfalls am Freitag:


Augenzeugen eines beinahe Vorfalls am Vortag (DO, 8.10) berichten, dass während ein Güterzug auf der S45 einen Gleiswechsel unternahm eine Talent Garnitur eine Notbremsung unternehmen musste, die dahinter fuhr, da es anscheinend einen Fehler im System gab, denn wieso sollte diese Garnitur fahren dürfen, wenn noch ein anderer Zug auf dem Abschnitt fährt & einen Gleiswechsel durchführt.

*NiMi*
11.10.2009, 12:06
ich bin gar nicht zufrieden und froh, nach nun 9 pendlerjahren meine jahreskarte per 30.10. kündigen zu können. :)

final232
11.10.2009, 15:34
Das Hauptproblem bei den ÖBB ist die Umstrukturierung der damaligen Schwarz-/Blauen Regierung!
Es wurde aus den ÖBB die damals ein einziges Unternehmen war, viele kleine Unternehmen gegründet!

Nun liegt das Hauptproblem darin, dass die kleinen einzelnen Unternehmen der ÖBB nichts von einander wissen und das auch ein gegenarbeiten der einzelnen Unternehmen begonnen hat (Welches Unternehmen kann mehr sparen und steht am Ende des Jahres am besten da).

Ein weiteres Problem liegt meiner Meinung darin, dass die Geldaufteilung bei den ÖBB nicht stimmt!
Was hilft schon eine Fahrzeitreduzierung am Papier wenn die dazugehörige Strecke nicht auf diesem Stand ist!

Ein extremes Beispiel ist die Nordbahn.
Der Fahrplan der Nordbahnstrecke ist für Züge für 120km/h berechnet! Wäre auch kein Problem, diesen Fahrplan einzuhalten wenn man wirklich 120km/h fahren könnte.
Es ist aber leider der Oberbau der Nordbahnstrecke so schlecht, dass man fast nur mehr 80km/h bzw. 60km/h fahren darf!

Peter Wrba
13.10.2009, 01:00
Vielleicht noch einige Dinge dazu, denn so manches kann man nicht unkommentiert stehen lassen

1)
Zitat: Das Hauptproblem bei den ÖBB ist die Umstrukturierung der damaligen Schwarz-/Blauen Regierung!

--->So manche oeffentliche Organisation hat unter Schwarz/Blau erst einmal gelernt, was Arbeiten wirklich ist und bedeutet. Der "Erbrecht-Linkssozialismus" stank ja damals schon zum Himmel ! Schade nur dass es Blau sein musste, und Schwarz/Gelb in Oesterr. nicht geht .

2)
Zitat: Man kann nur hoffen, dass es nicht so schlimm wird wie in Grossbritannien

---> Man kann immer noch den Eisenbahnunfall von Potters Bar zitieren, betrachtet an der Bevoelkerungsdichte von London, dessen Grossraum u. ganz Sued-Ost England ( 2 bis 3x derer von Oesterreich?) wuerde ich die oeffentl. Verkehrsmittel in UK besser u. effektiver einschaetzen, als in Oesterreich.
Die OeBB waere vermutl. grenzenlos ueberfordert so viele Passagiere taeglich zu transportieren.

3) Die Probleme haben sich die Sozialisten in Oesterreich selbst geschaffen. Insbs. die fruehzeitige Pensionierung von OeBB Mitarbeitern wirkt wie eine ueberfinanzierte u. ueberzahlte Immobile an Kosten fuer die jungen Menschen. Ich wuerde meinen, dass die OeBB eine Mehrheit Ihres Budgets nur an Rentenzahlungen ausgibt, der geduldige Steuerzahler finanziert diskussionslos mit......

Schade eigentlich dass man eine gute Verbindung selbst in kleine Orte nicht anbieten kann, die Infrastruktur waere ja vorhanden, viele kleine Orte in Ost-Oesterreich verfuegen ueber Anbindung an Geleisanlagen (etwa auch Hausbrunn, selbst nach Zisterdsorf koennte man theoretisch mit der Bahn fahren....), (nicht etwa wie Canada, wo die Strecke zwischen zweier Grosstaedte in der Provinz Quebec immer noch eingleisig laeuft, mit Ausweichgleis zum Warten auf den Gegenzug:)...)

Helmut71
13.10.2009, 05:53
Frustrierend ist, dass die ÖBB im Vergleich zb mit der schweizerischen SBB klar schlechter abschneidet - in fast allen Belangen. Während bei uns in Österreich das Schienennetz zB immer mehr ausgedünnt wird, setzt die Schweiz sehr stark auf Regionalbahnen (die allerdings oft nicht von der SBB betrieben werden).

Siehe dazu zB http://www.bahnfakten.at/?art_id=1

Weiß eigentlich jemand, was Pendler und Bahnfahrer bevorsteht, wenn mit dem Bau des neuen Wiener Hauptbahnhofes ernsthaft begonnen wird?

Peter Wrba
13.10.2009, 07:58
Helmut, dies wundert mich nicht, viele Dinge sind in der Schweiz besser geloest worden.

Special Agent Cooper
13.10.2009, 13:12
Weiß eigentlich jemand, was Pendler und Bahnfahrer bevorsteht, wenn mit dem Bau des neuen Wiener Hauptbahnhofes ernsthaft begonnen wird?

Südbahn - Abfahrt und Ankunft Wien Meidling

Ostbahn - am Ostbahnhofgelände ca. 200m Richtung Arsenal wird gerade ein Provisorium (gg. 20erHaus) errichtet (seit ca. 2 Wochen Schienenarbeiten)

"S-Bahn Stammstrecke" Zurzeit wird ein neuer Abgang auf der gegnüberliegenden Arsenalstraßenseite gebaut...Betrieb bleibt 100% aufrecht...naja was bei der ÖBB halt 100% sind...

Helmut71
13.10.2009, 13:15
Südbahn - Abfahrt und Ankunft Wien Meidling


...bedeutet dann wohl, dass durchgehende Züge von der Nordbahn nach Baden / Wr. Neustadt der Vergangenheit angehören?

Special Agent Cooper
13.10.2009, 13:16
Vielleicht noch einige Dinge dazu, denn so manches kann man nicht unkommentiert stehen lassen

1)
Zitat: Das Hauptproblem bei den ÖBB ist die Umstrukturierung der damaligen Schwarz-/Blauen Regierung!

--->So manche oeffentliche Organisation hat unter Schwarz/Blau erst einmal gelernt, was Arbeiten wirklich ist und bedeutet. Der "Erbrecht-Linkssozialismus" stank ja damals schon zum Himmel ! Schade nur dass es Blau sein musste, und Schwarz/Gelb in Oesterr. nicht geht .


Na, noch immer das refklexartige hinhauen, auf alles wo sozial draufsteht? ;)

Die Blauen haben bei der Bahn aber nur umgefärbt, dabei den "Erbrecht-Nationalsozialismus" einführen wollen und die unsägliche Idee gehabt, 5 Geschäftsbereiche zu gründen-> und dadurch ist das Chaos erst richtig losgegangen...
Änderung gegenüber der pösen, pösen SPÖ Herrschaft = 0

Special Agent Cooper
13.10.2009, 13:17
...bedeutet dann wohl, dass durchgehende Züge von der Nordbahn nach Baden / Wr. Neustadt der Vergangenheit angehören?


Nein eben nicht, da die S-Bahn Stammstrecke ja erhalten bleibt, wo diese Züge fahren!

Markus W
13.10.2009, 13:49
@Final232
Bist du ein Prophet oder sitzt du in der Regierung ?
http://derstandard.at/fs/1254311188453/Bures-macht-Druck-auf-OeBB-Management


Schuld an vielen Problemen der jüngsten Vergangenheit seien nämlich die "untauglichen Strukturen", die mit der letzten, unter der schwarz-blauen Regierung verabschiedeten ÖBB-Reform eingeführt worden waren.
Das Interview und der Artikel sind nach deinem Beitrag entstanden ;)

@Peter
Ich gebe zu, dass viele verstaatlichte Firmen verkrustet und ineffizient sind. Eine Spielwiese zur Schaffung politischer Versorgungsposten.
Wenn man die zum Sparen zwingen will, tun sie's eher beim Service als bei Manager-Gehältern.
Aber kann man das durch "Umstrukturieren/Privatisieren" verbessern ?
Steigerung von Effizienz und Qualität gibts nur durch Wettbewerb.
Ich glaube Bahn ist (wie Post!) ein natürliches Monopol, wo Privatisierung alleine auch keinen Wettbewerb schafft.
Eigentümerschaft (ob der Monopolist staatlich oder privat ist) ist ziemlich wurscht:
Beide sparen nicht dort wo's sinnvoll ist, sondern wo's am leichtesten geht (zB Sicherheit, Netzdichte).
Verkrampfte Erzeugung von "Wettbewerb" wo keiner möglich ist führt meistens zu komischen Kartellen (Ernergieversorgung ?).
Beim Privatisieren gehen die lukrativen Teile meistens an "Freunde" (BUWOG !), das zwangsläufig Defizitäre bleibt dem Steuerzahler erhalten.
Das Motto "Risiko outsourcen, Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen" kennen wir aus der Bankenkrise.

Die Schweizer Methode mehrerer kleiner regionaler Monopole erzeugt zwar auch keinen Wettbewerb, aber wenigstens Transparenz.
Man kann die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Unternehmen ganz gut vergleichen, eigentlich eine schöne Lösung.

Die Trennung in "Gleise/Infrastruktur" und "Betrieb der Züge" (ähnlich Telekom?) ist so eine Sache ...
Was bringt Wettbewerb beim "Betrieb der Züge" ?
Auf Wettrennen zwischen pünktlichen und unpünktlichen Zügen ohne Überholspur verzichte ich lieber :)
Ein bisschen Potential gibt's schon: Gründung der Linie "RetroRail".


Fenster die man öffnen kann
Sitze die man zusammenschieben kann
Ein Speisewaggon (oder zumindest Getränkeautomat)
Für die Schwersüchtigen ein klitzekleines Raucherabteil, ganz am Zugende, Stehplatz genügt.

final232
13.10.2009, 15:19
@Final232
Bist du ein Prophet oder sitzt du in der Regierung ?
http://derstandard.at/fs/1254311188453/Bures-macht-Druck-auf-OeBB-Management
Das Interview und der Artikel sind nach deinem Beitrag entstanden ;)



Nein bin kein Prophet und sitze auch nicht in der Regierung!
Arbeite nur selbst bei der Bahn und ich kann aus eigener Erfarung sagen, dass es durch die Umstrukturierung eindeutig schlechter geworden ist!

Das Problem ist, dass es jetzt keine ÖBB in dem Sinne mehr gibt die es vor der Umstrukturierung gegeben hat.
Durch die vielen kleinen Unternehmen die gegründet worden sind, fühlt sich keiner mehr Verantwortlich für ein Problem des anderen!

Ein Beispiel: früher war der Lokführer und der Fahrdienstleiter bei einem Unternehmen beschäftig, nämlich bei der ÖBB. Jetzt ist der Lokführer bei der Traktion und der Fahrdienstleiter bei Netz beschäftigt!

Peter Wrba
14.10.2009, 23:20
Na, noch immer das refklexartige hinhauen, auf alles wo sozial draufsteht? ;)

Die Blauen haben bei der Bahn aber nur umgefärbt, dabei den "Erbrecht-Nationalsozialismus" einführen wollen

Lieber "special agent" - Cooper?

Das gleiche koennte ich Dich auch fragen. Von Nationalsozialismus ist Oesterreich sehr sehr weit entfernt.

Der Sozialstaat nimmt den Menschen sehr viel weg, und gibt es in der Regel nur dann wieder, wenn man sich an seine - meistens geistlosen - Vorgaben haellt die nicht unselten mit buerokratischen Prozessen einhergehen. Dieses Konzept geht in der Regel mit einem Zwang einher, d.h. man kann sich nicht aussuchen, ob man diese oder jene Lestungen nun haben oder mitfinanzieren will oder nicht, man wird dazu quasi gezwungen es zu tun. Im Schritt dazwischen baut er Schuldenberge auf und verhindert die Entwicklung eines muendigen Buergertums.

Der oesterr. Steuerzahler hat die liebe OeBB schon mehr als 2 mal "gekauft" mit seinen Steuerzahlungen, was im Klartext auch bedeutet, dass im Prinzip jeder kostenlos mit der OeBB fahren koennte. Die Betraege gehen in solche Groessenordnungen, dass man im Gegenwert jeden Pendler einen Porsche kaufen koennte, und am Ende weniger Belastung fuer den Steuerzahler haette.

Es ist besser, ein Unternehmen wie Porsche (mit tief oesterr. Wurzeln ) zu unterstuetzen als ein marodes Unternehmen zu finanzieren, welches unkuendbare Beamte durch die schoene oesterr. Landschaft spaziernfuehrt, sie in Frueh-Rente schickt und denen der Kunde eher im Weg steht, als im Mittelpunkt :)

Also, viel Spass beim Porschefahren !

Special Agent Cooper
15.10.2009, 08:29
Du hast mit deinen Aussagen natürlich zu 100% recht, ich wollte nur deiner linksseitigen Übertreibung eine rechtslastige gegenüberstellen - denn nicht alles was (sich) die SPÖ in den vergangenen Jahren in der Regierung geleistet hat, war nicht Erbrecht-Linkssozialismus.
Ich wollte damit nur den Postenschacher, den es auch unumstritten in der Schwarz-Blau-Orangen Regierungszeit gegeben hat, herausstreichen.
Das das Pensionssystem und die Ineffizienz der ÖBB beseitigt gehört (oder teilweise schon gemacht wurde) steht ausser Frage - da frag ich mich aber warum man dann 5 Chefs samt Anhang und damit verbundenen riesigen Overhead-Kosten (die kein produktives Ergebnis erzielen) eingeführt hat - Hackler bestrafen - Managerkaste belohnen - obwohl sie nichts gebracht haben, aber trotzdem mächtig abkassieren und in "unseren" Porsches herumfahren.

Grüße auf die Insel,
Jochen "cemeterygates" in den guten alten hohenau.net Zeiten ;)

Ironman
15.10.2009, 16:49
Schade eigentlich dass man eine gute Verbindung selbst in kleine Orte nicht anbieten kann, die Infrastruktur waere ja vorhanden, viele kleine Orte in Ost-Oesterreich verfuegen ueber Anbindung an Geleisanlagen (etwa auch Hausbrunn, selbst nach Zisterdsorf koennte man theoretisch mit der Bahn fahren....), :)...

Schuld ist hier einzig und allein die ÖVP-NÖ unter Landesfürst Erwin I. mit ihrer in der Alpenrepublik einzigartigen Haltung, dass für den ÖPNV ausschließlich der Bund zuständig sei.
Das Ball hin und herschieben geht letztendlich auf Kosten derer, die diese "Volksvertreter" auch noch wählen... :eek: