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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 25 Fragen zur Wahl: Grüne NÖ



Helmut71
06.03.2008, 07:29
Wie stellen Sie sich die Grenzsicherung zur Slowakei und zu Tschechien in Zukunft vor?
Zum einen sind die Grünen sind nie für die Schließung der Polizeistationen gewesen – zum anderen glaube ich persönlich nicht, dass durch das Schengenabkommen – mehr Menschen über die Grenzen wollen.
Ich glaube an ein Miteinander - es dauert vielleicht bis die Grenzen auch aus den Köpfen weg sind, aber es kommt die Zeit.

Soll der Assistenzeinsatz des Bundesheeres über 2008 hinaus erhalten bleiben?
Warum nicht, allerdings hat das Bundesheer eigentlich einen anderen Auftrag, das darf man nicht vergessen.

Sehen Sie eine Zunahme der Kriminalität nach der Schengen-Öffnung?
Nein. – die Schwarzmalerei und Befürchtungen so mancher Politiker hat sich wie man inzwischen bereits sieht nicht bewahrheitet.
Weiters profitieren die Sicherheitskräfte der drei Länder von der Vernetzung, und der schnelleren Informationsweitergabe eben durch die Schengen Mechanismen zu Verbrechensbekämpfung.

Welche Maßnahmen würden Sie der Strukturschwäche und Überalterung im nordöstlichen Weinviertels entgegen setzen?
Anreize für Jungfamilien geben, KIGA-Platz auch nachmittags gratis, besondere Angebote bei Grundstückserwerb bzw. Hausbau gute Infrastruktur im Ort. (Es gibt in Italien Gemeinden – die fördern Zuzug f. Jungfamilien)

Wie kann man sanften Tourismus im Weinviertel forcieren?
Durch attraktivere Radverbindungen, hervorheben der landschaftlichen Schönheit, Weikendorfer Remise, Weingegend, Sanddünen, Schlösser, March Auen, uvm.
Die Stärken des Weinviertels besser verkaufen, im Moment passiert da sehr wenig.

Sollen im Weinviertel weitere Wirtschaftsparks errichtet werden?
Ist aus meiner Sicht ein Widerspruch zum sanften Tourismus.

Wie können Pendler besser unterstützt werden?
Attraktivere Zugverbindungen, kürzere Intervalle auch nachts, Verbilligung der Fahrkarten vor allem, Verbesserung der Bahnhöfe (behindertengerecht – Überdachung) Park & Ride Anlagen errichten, damit das Umsteigen erleichtert wird. Querbusverbindungen schaffen. GF ist einer der Flächengrößten Bezirke.

Wo sehen Sie Zukunftspotential im Weinviertel?
Denke, dass das Weinviertel sehr viel potential hat in wirtschaftlicher aber auch in kultureller Hinsicht --- sanfter Tourismus. Kooperationsgemeinschaften, wirtschaftliche und kulturelle mit unseren Nachbarn.

Wie stehen sie zu weiteren Windkraftanlagen im Weinviertel?
Viele Einzelanlagen nein, Windparks ja – auf alle Fälle, dient auch dazu die CO2 Emissionen zu reduzieren. (bezüglich aussehen – im Vergleich - unsere Strommasten stören niemanden).

Knapp zwei Jahre nach dem Hochwasser: Sehen Sie die Gefahr für die Marchgemeinden durch die Dammsanierung zukünftig gebannt?
Ich gehe davon aus, dass Menschen mit den notwendigen Kompetenzen die Dammsanierung geplant und saniert haben.
Ich persönlich bin der Überzeugung, wir die Menschen haben diese Erde nur geliehen und die Natur ist schwer bezwingbar. Allerdings gibt es Parameter, die der Mensch beachten sollte und nicht wider besseren Wissens - weil es wird schon nichts passieren – dieses Wissen missachtet.

Welche Maßnahmen für Umweltschutz (Stichwort Klimawandel, Feinstaubbelastung) würden Sie durchführen?
Verminderung des Transitverkehrs in dem man Gütertransport auf die Schiene bringt, nach Schweizer Vorbild. Natürlich auch mit den notwendigen Investitionen in dem Bereich.
Ausbau der Personenkapazitäten auf der Schiene (Ausbau der Bahn, Stichwort Marchegger Ast, aber auch Einsatz von mehr Doppelstockwagons auf der Schnellbahn) Attraktivierung durch Zonenausweitung (Zone 100 bis Deutsch-Wagram etc.) U-Bahn Ausbau bis nach NÖ.
Keine neuen Autobahnen bauen.
Mehr Anreize zum Energiesparen. (Energiespartage, Energiesparmessen, wo man erfährt, was man in dem Bereich schon alles machen kann). Noch bessere Förderung der Gebäudesanierung und nicht durch die Sanierung auch noch mehr Kanalgebühren zahlen, da sich die Bruttogeschossfläche erhöht – das ist kontraproduktiv.
Die Industrie muss dazu gebracht werden Energiesparmassnahmen zu setzen - hier ruht ein enormes Potential.

Wie stehen Sie zur S8 - Marchfeldschnellstraße?
Ich persönlich bin der Meinung, dass es nicht die versprochene Entlastung der Ortschaften bringen wird, sondern nur noch mehr Verkehr erzeugen wird, erstens durch vermehrten Transit, zweitens die Leute animiert noch weiter zu fahren. Die Leute messen ihren Arbeitsweg in Zeitdauer, nicht in Km- Entfernungen, daher werden bei schnelleren Verbindungen mehr km zurückgelegt, und daher mehr Verkehr produziert.
Wozu brauchen wir die S8 wenn es einige Kilometer südlicher bereits eine Autobahn Bratislava Wien gibt.

Wann denken Sie wird die A5 - Nordautobahn fertig gestellt, was ist Ihre Meinung zu dem Projekt?
Siehe oben wird den gleichen Effekt haben wie die S8. Zum Fertigstellungstermin müssen Sie einen Befürworter fragen. Nach den Landtagswahlen werden von diesen dann sicher seriösere Schätzungen vorliegen

Soll in NÖ die Gesamtschule flächendeckend oder in Schulversuchen eingeführt werden?
Ein System zu ändern das eingeführt und jahrzehntelang läuft ist schwer – das wird dauern, außerdem ist das Wort Gesamtschule negativ behaftet.
Die Einführung der Gesamtschule wird sowieso nur sukzessive passieren.
Viel wichtiger ist, das die Sparpolitik in diesem Bereich ein Ende haben muss. Lehrerposten dürfen nicht abgebaut werden, wenn es in Orten weniger Kinder gibt, es gibt ohnehin viel zu viele überfüllte Klassen.
Neue Bildungseinrichtungen in Deutsch Wagram und Zistersdorf, welche Bildungseinrichtungen fehlen im Weinviertel Ihrer Meinung nach noch?
Der Bezirk verträgt sicher noch eine HTL, und ein Gymnasium aber grundsätzlich bin ich auch der Meinung dass die Hauptschule/Gesamtschule gestärkt gehört.

Sollen alternative Kunstformen - Stichwort "Nitsch Museum" - zukünftig stärker gefördert werden?
Ist eine Geschmack und Finanzierungsfrage – Geldfrage. Wichtig ist, das die freie Meinungsäußerung bestehen bleibt und nicht eingeschränkt wird, das gilt für die Kunst besonders.

Wie sehen Sie die medizinische Versorgung im Weinviertel?
Gehört auf alle Fälle erhalten, und ausgebaut und verbessert.
Wie schon einmal gesagt GF ist einer der flächengrößten Bezirke, die medizinische Versorgung muss bei der Bevölkerung sein.
Das medizinische Zentrum gehört ausgebaut, und soll zu einem Schwerpunkt Zentrum gemacht werden. Dialyse, Chemo, und es könnte genauso als Therapiestation für Kinder und Jugendliche herangezogen werden.

Sind Sie für eine Verlängerung der Pflegeamnestie in der Hauskrankenpfege?
Ja

Stichwort Medienpräsenz (ORF NÖ, NÖN): finden Sie, dass die Medien in Niederösterreich politisch ausgewogen berichten?
Nein (NÖN GF ja)

Sehen Sie ein Demokratiedefizit in Niederösterreich?
Ja

Sehen Sie eine Verstrickung niederösterreichischer Politiker in die "Affäre Haidinger"?
Im Moment sieht es so aus, das wird die Untersuchung aufklären.

Was ist Ihr Wahlziel für die Landtagswahl 2008?
Eine Landesrätin Petrovic und dass ich in den Landtag komme :)

Was ist Ihr Angebot an Erstwähler?
Wir haben einen Junger Spitzenkandidat, der im Gegensatz zu den Jugendvertretern anderer Parteien eine realistische Change hat in den Landtag zu kommen (Wenn Petrovic Landesrätin wird dürfte Georg Ecker als Nr. 7 aufrücken) Mit der Konzertreihe „Greenstage“ haben wir schon gezeigt, was wir auf die Beine stellen können.

Was ist Ihre Meinung zur aktuellen Krise der Großen Koalition?
Ist ein Drama :(

Bitte skizzieren Sie kurz Ihre persönlichen Schwerpunkte für NÖ und das Weinviertel!
Meine Arbeit konzentriert sich auf die Kinder, Jugend- und Familienarbeit. Es liegt mir am Herzen, dass unsere Kinder bestens versorgt sind, im Kindergarten in der Schule und in der Freizeit – die Jugend ist unsere Zukunft und sie hat keine Lobby.
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Gemeinden gefördert werden, die aktive Jugendarbeit machen, in Form von Jugendzentren oder den Einsatz von Streetworkern in. Man soll die das Potential und die Kreativität der Jugendlichen nützen, um mit ihnen sinnvolle Dinge zu gestallten
Ein weiteres Anliegen ist die Vereinbarkeit Beruf und Familie es muss einfacher gestaltbarer gemacht werden und für jede Frau/Mann leistbar und lebbar.
Dies alles in einem Umfeld/Umwelt die wir für unser Kinder so erhalten, das diese ebenso die Möglichkeit zur Wahl haben.

Wir danken Amrita Enzinger, Kandidatin der Grünen aus Deutsch Wagram, für die Beantwortung unserer Fragen.

Weiter führende Links: http://niederoesterreich.gruene.at/, http://www.amritaenzinger.net/